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Technik-Wissen

12V oder 24V LED-Streifen - was ist besser

24V ist für die meisten Installationen die bessere Wahl. Bei gleicher Leistung fließt nur der halbe Strom, dadurch sinkt der Spannungsabfall und der Helligkeitsverlust am Streifenende. 24V-Streifen lassen sich in der Regel bis 10 m am Stück betreiben, 12V meist nur bis 5 m.

Rechenbeispiel: Ein 10-W/m-Streifen über 5 m zieht bei 12V rund 4,2 A, bei 24V nur 2,1 A. Weniger Strom = dünnere Zuleitung möglich, weniger Wärme an den Lötpunkten.

Fallstricke: 12V hat einen Vorteil bei sehr kurzen Stücken - die Schnittabstände sind kleiner (oft 2,5 cm statt 5 cm). Wer auf den Zentimeter kürzen muss (Möbel, Vitrinen), fährt mit 12V flexibler. Netzteil und Streifen müssen immer dieselbe Spannung haben, ein 12V-Streifen am 24V-Netzteil stirbt sofort.

→ Passendes Netzteil finden: Netzteil-Rechner

Welches Netzteil für den LED-Streifen - so wird gerechnet

Formel: Watt pro Meter × Länge × 1,2 Reserve = Mindestleistung des Netzteils. Die 20 % Reserve schützen das Netzteil vor Dauervolllast und verlängern die Lebensdauer deutlich.

Rechenbeispiel: 4 m Streifen mit 14,4 W/m → 4 × 14,4 = 57,6 W → × 1,2 = 69 W. Das nächstgrößere Standardnetzteil hat 75 W - das ist die richtige Wahl.

Fallstricke: Die Spannung (12V/24V) muss exakt zum Streifen passen, nicht nur die Leistung. Wer dimmen will, braucht entweder ein dimmbares Netzteil (TRIAC) oder einen PWM-Controller zwischen Netzteil und Streifen. Bei Mehrkanal-Streifen (CCT, RGB) zählt die Gesamtleistung aller Kanäle.

→ Automatisch berechnen: Netzteil-Rechner

LED-Trafo oder LED-Netzteil - wo ist der Unterschied

Im LED-Bereich meint beides heute fast immer dasselbe: ein Schaltnetzteil mit konstanter Ausgangsspannung (12V oder 24V DC). Der Begriff "Trafo" stammt aus der Halogen-Ära, als tatsächlich Wickeltransformatoren mit 12V AC verbaut wurden.

Wichtig ist die Unterscheidung Konstantspannung vs. Konstantstrom: LED-Streifen brauchen Konstantspannung (CV, z. B. 24V DC). Manche Einbauleuchten und Panels brauchen dagegen einen Konstantstrom-Treiber (CC, z. B. 350 mA oder 700 mA). Das steht im Datenblatt der Leuchte.

Fallstricke: Alte Halogen-Trafos (12V AC) sind für LED-Streifen ungeeignet - LEDs brauchen Gleichspannung. Ein CC-Treiber an einem Streifen oder ein CV-Netzteil an einer CC-Leuchte zerstört die LEDs.

→ Passendes Netzteil zum Streifen: Netzteil-Rechner

COB oder SMD LED-Streifen - welcher ist besser

COB-Streifen erzeugen eine durchgehende, homogene Lichtlinie ohne sichtbare Lichtpunkte - ideal für sichtbare Installationen und Voutenbeleuchtung. Bei SMD-Streifen sitzen einzelne LED-Chips im Abstand auf dem Band, was ohne Diffusor als Punktreihe sichtbar bleibt.

Praxisregel: Sichtbarer Streifen oder geringer Abstand zur beleuchteten Fläche (Regal, Spiegel, Nische) → COB. Indirektes Licht mit genug Abstand oder maximale Effizienz pro Euro → SMD.

Fallstricke: COB-Streifen haben durch die dichte Chipbelegung oft eine höhere Leistungsaufnahme pro Meter - das Netzteil entsprechend größer dimensionieren. In einem Alu-Profil mit Opal-Abdeckung wird auch ein SMD-Streifen punktfrei, wenn der Abstand zwischen LED und Abdeckung groß genug ist.

→ COB-Streifen im Sortiment: LED-Streifen

LED-Streifen dimmen - Controller oder dimmbares Netzteil

Der sauberste Weg ist ein PWM-Controller zwischen Netzteil und Streifen - flackerfrei, stufenlos bis nahe 0 % und unabhängig von der vorhandenen Dimmer-Verkabelung. Gesteuert wird per Funkfernbedienung, Wandsender oder App.

Alternative: Ein TRIAC-dimmbares Netzteil am vorhandenen Phasenabschnitt-Wanddimmer. Das funktioniert mit klassischer Elektroinstallation, dimmt aber oft nur bis ca. 10 % herunter und kann bei billigen Dimmern flackern.

Fallstricke: Ein normaler Wanddimmer vor einem nicht-dimmbaren Netzteil zerstört das Netzteil oder erzeugt Flackern - niemals kombinieren. Bei CCT- und RGB-Streifen führt kein Weg am Controller vorbei, da hier mehrere Kanäle gemischt werden.

→ Controller und dimmbare Netzteile: LED-Zubehör

Warum brauchen LED-Streifen ein Alu-Profil

Zwei Gründe: Kühlung und Lichtqualität. Das Aluminium führt die Wärme der LED-Chips ab - das verlängert die Lebensdauer messbar, denn LED-Degradation ist fast immer ein Temperaturproblem. Die Opal-Abdeckung macht aus der Punktreihe eine gleichmäßige Lichtlinie und schützt den Streifen vor Staub und Berührung.

Faustregel: Ab ca. 10 W/m ist ein Alu-Profil dringend empfohlen, ab 15 W/m praktisch Pflicht. Auf Holz oder direkt unter Möbeln staut sich Wärme zusätzlich.

Fallstricke: Den Streifen direkt auf das blanke Aluminium kleben, nicht auf lackierte oder pulverbeschichtete Flächen - die isolieren thermisch. Hochleistungs-Streifen ohne Kühlung verlieren in den ersten zwei Jahren sichtbar an Helligkeit.

→ Profile in allen Bauformen: LED-Profile

Welches LED-Profil für Trockenbau

Für Trockenbau gibt es spezielle Einputz-Profile mit Putzflansch: Sie werden vor dem Spachteln in die Gipskartonplatte eingesetzt und verschwinden flächenbündig in Wand oder Decke. Das Ergebnis ist eine Lichtlinie ohne sichtbaren Rahmen.

Einbau in Kurzform: Schlitz fräsen oder Plattenstoß nutzen → Profil einsetzen und verschrauben → Flansch mit Spachtelmasse einarbeiten → schleifen, streichen → Streifen einkleben, Abdeckung aufclipsen.

Fallstricke: Die Zuleitung vor dem Spachteln verlegen und das Netzteil revisionierbar platzieren (Revisionsklappe oder Möbel-Hohlraum) - nach dem Verputzen kommt man nicht mehr dran. Auf die Profil-Innenbreite achten: Breite Streifen (12 mm, CCT/RGB) passen nicht in jedes schmale Profil.

→ Trockenbau-Profile: LED-Profile

LED-Einbaustrahler 230V ohne Trafo - wie funktioniert das

Bei 230V-Einbaustrahlern sitzt die Treiberelektronik direkt im Leuchtmittel (GU10) oder im Strahlergehäuse - ein externer Trafo entfällt komplett. Anschluss direkt an die Netzleitung, fertig.

Vorteile: Einfachste Installation, defekte GU10-Leuchtmittel in Sekunden getauscht, kein Trafo-Platzproblem in der Decke. Nachteile: Dimmen erfordert dimmbare Leuchtmittel plus passenden Phasenabschnitt-Dimmer, und die Bauhöhe ist oft größer als bei flachen 12V/24V-Modulen.

Fallstricke: In Feuchtraumzonen (Bad) auf die geforderte IP-Schutzart achten - direkt über Dusche/Wanne gelten Mindestanforderungen. Bei gedämmten Decken den Mindestabstand zur Dämmung einhalten oder Strahler mit entsprechender Eignung wählen.

→ 230V-Strahler im Sortiment: Einbaustrahler

Welche Lichtfarbe für welchen Raum - Kelvin einfach erklärt

Faustregel: 2700-3000 K (Warmweiß) für Wohnräume, 4000 K (Neutralweiß) für Küche, Bad und Arbeitsbereiche, 5000-6500 K (Tageslichtweiß) für Werkstatt und konzentriertes Arbeiten. Je höher die Kelvin-Zahl, desto kühler und aktivierender wirkt das Licht.

Rechenbeispiel Wirkung: Eine 3000-K-Voute im Wohnzimmer wirkt gemütlich wie Glühlampe, dieselbe Voute in 6500 K wirkt wie ein Büroflur. Der Unterschied ist größer als jeder Helligkeitsunterschied.

Fallstricke: In einem Raum nicht wild mischen - zwei Lichtfarben nebeneinander wirken wie ein Installationsfehler. Wer sich nicht festlegen will, nimmt CCT-Streifen (tunable white) und stellt die Farbtemperatur per Controller stufenlos ein.

→ Nach Lichtfarbe filtern: in jeder Kategorie über den Filter "Lichtfarbe"

IP20, IP44, IP65, IP67 - welche Schutzart wofür

Die IP-Zahl sagt, wie dicht eine Leuchte gegen Fremdkörper (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) ist. Praxisübersetzung: IP20 = trockene Innenräume, IP44 = spritzwassergeschützt (Bad außerhalb der Duschzone), IP65 = strahlwasserdicht (Außenbereich, Duschzone), IP67 = zeitweiliges Untertauchen.

Faustregel Bad: Direkt in oder über Dusche/Wanne mindestens IP65, im Rest des Bads reicht meist IP44, ab ca. 60 cm Abstand zur Wasserquelle oft sogar IP20.

Fallstricke: Die Kette ist nur so dicht wie ihr schwächstes Glied - ein IP65-Streifen mit IP20-Verbinder ist eine IP20-Installation. Netzteile gehören auch bei IP67-Streifen in den trockenen Bereich oder müssen selbst die passende Schutzart haben.

→ Nach Schutzart filtern: in jeder Kategorie über den Filter "IP-Schutzart"

LED-Streifen kürzen und verbinden - worauf achten

Gekürzt wird ausschließlich an den markierten Schnittstellen (Scherensymbol bzw. Lötpads) - meist alle 5 cm bei 24V, alle 2,5 cm bei 12V. Ein Schnitt daneben legt das letzte Segment still.

Verbinden geht zweifach: Löten ist die langlebigste Verbindung, Klemmverbinder sind die schnelle werkzeuglose Alternative. Beim Verbinder auf Streifenbreite (8/10/12 mm) und Pin-Zahl achten - einfarbig = 2-polig, CCT = 3-polig, RGB = 4-polig, RGBW = 5-polig.

Fallstricke: Polarität beachten, +/- vertauscht heißt: bleibt dunkel (geht aber meist nicht kaputt). COB-Streifen brauchen spezielle COB-taugliche Verbinder. Bei langen Strecken nicht endlos durchschleifen, sondern ab ca. 5 m beidseitig oder mittig einspeisen, sonst wird das Ende sichtbar dunkler.

→ Passende Verbinder direkt am Produkt: Zubehör-Block auf jeder Streifen-Seite

Wie viele Lumen pro Meter braucht ein LED-Streifen

Richtwerte: 300-500 lm/m für dezente Akzent- und Voutenbeleuchtung, 600-1.000 lm/m für funktionales Licht (Küchen-Unterbau, Spiegel), ab 1.200 lm/m als Hauptbeleuchtung über indirekte Decken-Vouten.

Rechenbeispiel: Ein 15 qm Wohnzimmer braucht als Grundbeleuchtung etwa 100 lm pro qm = 1.500 lm gesamt. Eine 6 m lange Deckenvoute mit 1.000 lm/m liefert 6.000 lm - davon kommt nach Reflexion an der Decke grob die Hälfte im Raum an. Passt.

Fallstricke: Herstellerangaben gelten für den nackten Streifen - Opal-Abdeckung schluckt 15-30 %, indirekte Reflexion nochmal bis zu 50 %. Lieber eine Stufe heller kaufen und dimmen als andersherum. Watt sagt nichts über Helligkeit, entscheidend ist lm/m bei der gewünschten Lichtfarbe.

→ Helligkeit vergleichen: Spec-Tabelle auf jeder Produktseite, Filter "Watt" in der Kategorie

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